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OhrenDurst

der Schriftzug OhrenDurst
gezeichnet von Almuth Mota

Die ZUKUNFT
Der nächste Brunnen WIRD in Kirpalgo stehen,
einem Dorf mit 215 Familien (1 600 EinwohnerInnen)

Wenn Du/Sie auch etwas beitragen möchtest/n, ist das einfach
Lade/n Sie Frau Wolle mit dem Programm OhrenDurst - Märchen und Geschichten von Durst und Wasser ein.
Ein Prozentsatz ihres Honorars geht dann an die Caritas für den Bau weiterer Brunnen und an dem Abend werden Spenden gesammelt.
Nach dem Abend am 2.10. 2015 mit den großzügigen SpenderInnen des Kneippvereins Haus im Ennstal haben wir für den neuen Brunnen :
 Euro: 4 106.-
 DAS ist genug für dieses Dorf, jetzt kann fertig gebaut werden DANKE! 

Hier die Idee und die Geschichte

Die IDEE
Wir hier sind reich an Wasser, in Burkina Faso sind die Menschen geschichten-reich.
Während es bei uns ein Durst nach Geschichten gibt, haben viele Menschen in der Sahel Zone zu wenig Brunnen.
Deshalb finanziert Frau Wolle über die Caritas den Bau von Brunnen in Burkina Faso durch das Erzählen von Märchen über den Durst, sie stillt also den OhrenDurst. OhrenDurstFestAbendd.jpg

OHRENDURST  Tropfen

Die GESCHICHTE
im ersten Halbjahr 2013 wurden auf diese Weise € 4 135.- am Weltgeschichtentag und bei einem Festabend gesammelt.
Durch den Verkauf der Eintrittskarten: 44%
Durch den Verkauf der Trinkgefäße und Geschichtenkarten: 32%
durch die Aktion am Weltgeschichtentag: 22% 
durch spontane Spenden: 2%
Es war für mich eine sehr eindrückliche und berührende Erfahrung zu spüren einerseits, wie viel ich als Einzelne bewegen kann und andererseits wie viele Menschen bereitwillig etwas zu einer guten Sache beitragen, wenn ich ihnen nur die Möglichkeit dazu biete.
Ideal ist die Kombination 
auf der einen Seite von Menschen, die etwas Anderes als Geld spenden (Gefäße. Musik, Worte, Zeit) und auf der anderen Seite Menschen, die nicht <nur< Geld spenden, sonder etwas kaufen (Gefäße, Eintrittskarten).  
185 Mit-Wirkende 
im Vorfeld und am Festabend, 125 ZuhörerInnen
DANKE.

Der erste OhrenDurst Brunnen wurde in dem Dorf Posso nordwestlich von Boussou gebaut.

OhrenDurstBauerinPosso.jpg

Die Bevölkerung in Posso lebt wie in der ganzen Region von Landwirtschaft und Viehzucht. Beide Bereiche sind natürlich stark von den klimatischen Bedingungen abhängig. Je nach Regenzeit sind die Ernteerträge gut oder mangelhaft, hat das Vieh zu fressen und zu trinken oder muss geschlachtet oder verkauft werden. Die Bauern versuchen sich in neuen Techniken wie z.B. Zaï um den wenigen Regen so gut wie möglich zu nützen. Dabei wird das ganze Feld mit Löchern versehen (eine enorme Arbeit). In die Löcher wird der Hirsesamen gesetzt. Das Regenwasser bleibt in den Löchern viel länger stehen als wenn der Boden um die Pflanze flach wäre und tränkt die Pflanze.
OhrenDurstPossoKinder.jpg
... die Kinder am Schulweg in Posso.
 

Brunnenprojekte in Burkina Faso der Caritas Tirol

Burkina Faso ist eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Ein  Hauptproblem der Menschen im Norden des Landes ist die Trockenheit: Regelmäßig kommt es zu Hungerkrisen. Der Klimawandel ist in der westafrikanischen Sahelzone stark zu spüren. Wenn nicht die Hitze die Ernte zerstört, dann sind es oft auch sintflutartige Regenfälle, die ganze Felder hinwegschwemmen

Die Caritas Tirol engagiert sich deshalb vor allem im Bereich der Hungervorsorge, Ernährungssicherheit und Wassersicherheit.

Ein Dorfbrunnen sichert das Überleben in einem Dorf. Die Errichtung einfacher Schachtbrunnen, die der Gewinnung von Trink- und Nutzwasser dienen, werden von Tirol aus unterstützt und von der einheimischen Caritas umgesetzt.

Anfragen um Wasserstellen langen aus den Dörfern ein. Sie werden auf ihre Dringlichkeit geprüft. Kriterien dafür sind vor allem die Anzahl bereits vorhandener, funktionierenden Brunnen in der Umgebung, die Anzahl der Bevölkerung und die Niederschlagsmengen.
In den ausgewählten Dörfern wird ein Brunnenkomitee gegründet. Vorsitz, Stellvertreter, Hygienebeauftragte, KassierIn, SchriftführerIn werden gesucht.
Die Eigenleistung wird festgelegt, was bedeutet, dass die zu erbringenden Arbeitsstunden und der finanzielle Beitrag des Dorfes vereinbart werden. Mit dem Graben kann nur außerhalb der Regenzeit, die normalerweise von Juni bis Oktober dauert, begonnen werden.
Vor dem Bau beginnt auch die so genannte Animation, die Vorbereitung der Bevölkerung durch die MitarbeiterInnen der Caritas. Die Hygienebeauftragte wird geschult. Sie wird nach Fertigstellung der Wasserstelle auf Sauberkeit im Wasser und rund um den Brunnen sorgen und die Bevölkerung anhalten auch mit dem kostbaren Wasser sorgsam und unter Einhaltung von Hygienerichtlinien umzugehen.
Die Verwendung des Wassers zum Gießen von Obst- und Gemüsegärten und zum Zweck der Wiederaufforstung wird mit den Familien Schritt für Schritt besprochen. Nach Fertigstellung wird auch über den Wasserpreis pro Familie verhandelt. Meist wird eine relativ niedrige Pauschale eingehoben und diese vom Komitee verwaltet. Eventuelle Sanierungen können damit später selbst bezahlt werden.

Die Kosten für Brunnen in dieser Region belaufen sich
zwischen 3.500 und 5.000 € pro Brunnen,
je nach Bodenbeschaffenheit und Transportwegen

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